Integrationshilfe Gilching


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Vorwort

Jahresrückblick

Krise


Der ungeübte Vorwortschreiber sitzt seinem Gegner, dem leeren weißen Blatt, ungeschützt gegenüber, verwirft drei Ideen für einen vernünftigen Beginn, um sich dann mit dem vierten Gedanken zufrieden zu geben.

Und so bin ich bei dem Gedanken angekommen, wie schnell sich in Politik und Medien die „Willkommenskultur“ in die „Flüchtlingskrise“ verwandeln konnte. Bisher verband ich den Begriff „Krise“ mit Orten wie Korea, Berlin oder Kuba; dass der Zustrom von Menschen eine Krise (wessen?) auslösen soll überrascht.

Natürlich steht unsere Gesellschaft vor der schier unlösbaren Aufgabe, die Balance zu finden zwischen dem Notwendigen und dem Machbaren. Aber zeigt nicht ein Blick zurück in die Geschichte, dass der Zustrom von Menschen eine Bereicherung für die Gesellschaft sein kann? Ohne die Einwanderung der verfolgten Hugenotten in Brandenburg/Preußen, der Streusandbüchse des Reiches, wäre die kulturelle Entwicklung dieses bettelarmen Staates anders verlaufen. Ließ nicht Friedrich II. von Preußen „jeden nach seiner Fasson selig werden?“ Hatte nicht der preußische König Friedrich Wilhelm II. nach der dritten polnischen Teilung 1795 mehr polnische Untertanen als preußische Bürger? Und wo ständen die Vereinigten Staaten von Amerika ohne den steten Zustrom von Menschen, die einen Neuanfang in einer neuen Heimat versuchen wollten?

Aus unterschiedlichen Gründen wird die Integration nicht bei allen Menschen, die zu uns kommen, gelingen, so wie wir auch nicht alle hiesigen Zeitgenossen davon überzeugen können, ihre Steuern zu bezahlen oder beim Verkauf eines Autos richtige Stickoxydwerte anzugeben.

Aber helfen müssen und sollen wir! Papst Franziskus fordert zu Recht Barmherzigkeit. Und die Worte von Julius Kardinal Döpfner gelten immer noch, auch wenn sich die Währung geändert hat: “Prahle nicht mit Nächstenliebe im Tausendmarkscheinformat, sondern gib sie aus in Kupfermünzen des täglichen Lebens“.

Jörg Mohn

Zur Person: Ich bin ein Schwager unseres ersten Vorsitzenden, lebe in Berlin. Mit meinem Beitritt vor zwei Jahren wollte und möchte ich die Arbeit des Vereins unterstützen.

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