Integrationshilfe Gilching


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Integrationshife Gilching - Jahresbericht

Jahresrückblick

Jahresrückblick 2015/2016

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Waren die letzten Jahre von personellen Veränderungen und Abschieden geprägt, so verlief das vergangene Jahr eher ruhig. Insgesamt betreuten wir 41 Kinder und Jugendliche von der 1. bis zur 10. Klasse, wobei der Großteil der Kinder die Grundschule besuchte. Nachdem zum Ende des vorherigen Schuljahres einige MitarbeiterInnen ausgeschieden waren, starteten wir das Schuljahr mit einer Werbeaktion für neue ehrenamtliche Helfer.


Obwohl wir viele Ehrenamtliche haben, die seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten bei uns mitarbeiten, lässt sich eine gewisse Fluktuation nicht vermeiden. Wie schon so oft machten wir auch diesmal die schöne Erfahrung, dass in dem Moment, wo wir Unterstützung brauchen, auch Menschen da sind, die ihre Hilfe anbieten. So kamen als Resonanz auf eine Suchaktion über verschiedene Zeitungen zu Beginn des neuen Schuljahres sechs neue Mitarbeiterinnen zu uns. Eine Ehrenamtliche, die vor einiger Zeit aufgehört hatte, stieg wieder ein und eine unserer neuen Mitarbeiterinnen warb ihren Mann an, der sich nun bei uns in der Gruppe der Grundschulkinder engagiert.


Anwesenheitspflicht für die Kinder

Es war ein gutes kontinuierliches Arbeiten in den Gruppen möglich, die Kinder kamen regelmäßig und gerne und die Erwachsenen waren natürlich auch zuverlässig zur Stelle. Im Laufe des Schuljahres, besonders nach Erhalt der Übertrittszeugnisse und nach den Pfingstferien kamen jedoch manche ältere Jugendliche seltener, oftmals mussten ehrenamtliche Mitarbeiter wieder nach Hause gehen, weil so wenige Kinder da waren. Diese Entwicklung machte uns sehr unzufrieden und war für uns der Anlass, unser Konzept erneut zu überdenken und zu überarbeiten. Zu diesem Zweck verbrachte das Team der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen ein Klausurwochenende in Niederbayern, hier hatten wir Abstand vom Arbeitsalltag und genügend Zeit und Ruhe, um alle anstehenden Themen zu besprechen.


Nach intensivem Austausch beschlossen wir, ab dem kommenden Schuljahr eine Anwesenheitspflicht einzuführen. Das bedeutet, die Schülerinnen und Schüler müssen täglich in die Hausaufgabenbetreuung kommen, sollten sie verhindert sein, müssen sie von den Eltern entschuldigt werden. Außerdem werden wir eine Kernzeit von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr einführen, in der die Kinder anwesend sein müssen. In dieser Zeit machen die Schüler die Hausaufgaben, lesen und falls die Zeit reicht, können sie noch individuelle Dinge, wie beispielsweise Englischvokabeln, das 1x1 oder für eine anstehende Probe lernen. Im Juli schickten wir einen Informationsbrief an die Eltern, durch einen unterschriebenen Rücklaufzettel erklärten sich alle Eltern mit unserer Neuregelung einverstanden.


Grundsätzliche Lernbereitschaft ist unabdingbar

Von den Jugendlichen ab der 5. Klasse verlangten wir auch eine Einverständniserklärung, die sie durch ihre Unterschrift gaben. So erwarten wir von den Älteren, dass sie eine grundsätzliche Lernbereitschaft mitbringen. Wir möchten keine unnötige Energie und Zeit damit verbringen erst einmal zu diskutieren, ob die Jugendlichen jetzt etwas lernen wollen oder nicht. An dieser Stelle haben wir, verglichen mit den Schulen, eine große Freiheit, denn unser Angebot ist freiwillig. Alle unsere MitarbeiterInnen engagieren sich sehr für unsere Kinder und Jugendlichen und wer diese Unterstützung annimmt, wird spürbar davon profitieren, wir erwarten aber im Gegenzug eine grundsätzliche Lernbereitschaft der Jugendlichen. Dass es auch einmal Tage gibt, an denen die Lust nicht so groß ist, ist völlig verständlich, uns geht es um das grundsätzliche Wollen. So schauen wir erwartungsvoll ins nächste Schuljahr und sind gespannt, welche Erfahrungen wir mit unserer Neuregelung machen werden.


Auch junge Leute mit großem Engagement

Auch im Laufe des vergangenen Schuljahres leisteten wieder einige Konfirmandinnen und Konfirmanden ein Praktikum bei uns ab. Sie kamen jeweils an zwei Nachmittagen und durch diese zusätzliche Unterstützung war auch einmal die intensive Beschäftigung mit einem einzelnen Kind möglich, was die jeweiligen Kinder sehr genossen. Für mich war es in diesem Jahr besonders eindrücklich zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Praktikanten waren. Während die meisten gerne mit den Kindern arbeiteten und das taten, um was ich sie bat, gab es in diesem Jahr erstmals auch Kandidaten, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie sehr unmotiviert ihre Zeit bei uns absaßen. Erfreulicherweise erlebte ich aber auch das Gegenteil, nämlich wahre Naturtalente, die sehr interessiert waren, Eigeninitiative ergriffen und schnell in eine persönliche Beziehung mit den Kindern gingen.


Erstmalig überraschten uns in diesem Schuljahr drei junge Erwachsene mit ihrem Angebot bei uns mithelfen zu wollen. Eine Studentin half uns in den Semesterferien und zwei junge Männer hatten zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn Zeit, um sich bei uns zu engagieren. Das hat uns und die Kinder natürlich gefreut und das Engagement der jungen Leute hat mir persönlich sehr imponiert.


Am Schuljahresende trafen wir uns mit einigen Vertreterinnen des Gilchinger Asylhelferkreises, die für den Bereich Hausaufgabenbetreuung zuständig sind, um Möglichkeiten der Kooperation zu besprechen. Im kommenden Schuljahr werden sie die Kinder nicht mehr in Privatwohnungen, sondern auch in Räumen der Mittelschule betreuen. Unser Ergebnis: die Betreuung der Asylbewerberkinder wird auch zukünftig durch den Asylhelferkreis, der sich gerade in der Vereinsgründung befindet, getragen. Wir unterstützen sie bei Bedarf mit unseren Erfahrungen und dem damit erworbenen Knowhow und arbeiten evtl. im Bereich Mitarbeiterschulung und Erfahrungsaustausch zusammen.


Mitarbeiterbesprechungen und Jahresausflug

Neben fünf gruppenübergreifenden Mitarbeiterbesprechungen, in denen wir uns im vergangenen Schuljahr mit Themen wie „Lernunlust“, „Grenzen unserer Betreuung“, „Hausaufgaben aus Sicht einer Grundschullehrerin“ und „Themensammlung für zukünftige MA-Besprechungen“ beschäftigten, hatten auch wieder gesellige Ereignisse ihren Platz. Beim alljährlichen TSV-Quiz, an dem wir schon seit sehr vielen Jahren traditionell teilnehmen, erreichten wir in diesem Jahr bei 45 Teilnehmern einen stolzen 5. Platz. Nach wie vor trafen wir uns in gemütlicher Runde beim Stammtisch, der jeden 1. Dienstag im Monat stattfindet, betätigten uns sportlich beim Kegelabend, wobei auch die Lachmuskeln heftig trainiert wurden und ließen das Schuljahr mit einem fröhlichen Abschlusskaffeetrinken ausklingen.


Dank der Spende eines Vereinsmitglieds konnten wir uns in diesem Jahr einen besonderen Jahresausflug mit den Kindern leisten – wir besuchten den Tierpark Hellabrunn! Nach einem vergnüglichen Nachmittag entließen wir unsere Schülerinnen und Schüler in die ersehnten Sommerferien.


So danke ich am Ende dieses Schuljahres allen, die die Arbeit mit unseren Kindern und Jugendlichen durch ihren Einsatz an Zeit, Energie, Ideen, Geld und Gastfreundschaft möglich machen und gemeinsam mit uns tragen:

  • unseren haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen
  • der Gemeinde Gilching
  • der Rektorin der Mittelschule Frau Barta und ihrem Kollegium
  • dem Bayerischen Sozialministerium
  • der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde
  • dem Amtsgericht München
  • den Fördermitgliedern
  • den SpenderInnen


Elke Dietrich



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