Integrationshilfe Gilching


Direkt zum Seiteninhalt

Integrationshife Gilching - Jahresbericht

Unser Schuljahr

Jahresrückblick 2019/2020


Erneut ist für uns ein Schuljahr zu Ende gegangen, das alles andere als normal war. Abhängig von den jeweiligen Corona-Infektionszahlen bewegten sich die Schulen, und damit auch wir, zwischen totalem Lockdown, Wechselunterricht und regulärem Präsenzunterricht.

Nachdem wir nach dem ersten großen Lockdown im März 2020 nicht mehr in die Mittelschule konnten, waren wir froh, dass uns mit Beginn des neuen Schuljahres unsere Gruppenräume dort wieder zur Verfügung standen.

Viele unserer meist älteren Ehrenamtlichen entschieden sich aufgrund des Ansteckungsrisikos für eine Betreuungspause. Für etwa 25 MitarbeiterInnen, die zu Schuljahresbeginn bereit waren wieder in den Gruppen mitzuhelfen, führten wir zu Beginn des Schuljahres einen Informationsnachmittag durch. Hier stellten wir unser Hygienekonzept und die notwendigen Veränderungen bei der Betreuungsarbeit vor. An die Hygieneregeln hatten wir uns ja schon im letzten Schuljahr gewöhnt: Tische desinfizieren, Hände waschen, Maskenpflicht, Abstand halten, Sitzen an Einzeltischen und Lüften.

So starteten wir trotz der widrigen Umstände optimistisch mit insgesamt 40 Kindern und Jugendlichen mit 13 verschiedenen Nationalitäten ins neue Schuljahr.

Glücklicherweise bekamen wir wieder Unterstützung von mehreren PraktikantInnen der Fachoberschule (FOS), die wir flexibel in unseren verschiedenen Gruppen einsetzen konnten. Die Kooperation mit der FOS hat sich sehr bewährt und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft in den Genuss weiterer PraktikantInnen kommen. Durch den Einsatz der jungen Leute konnte unser Mangel an Ehrenamtlichen ein wenig aufgefangen werden.

Wertvolle Unterstützung durch junge Leute

Auch Selina Rieger, eine Abiturientin, die bis zu ihrem Studienbeginn ein Jahr Zeit hatte, bot uns ihre Unterstützung an und kam mehrmals die Woche. Sie war für uns auch deshalb eine ganz besondere Hilfe, weil sie nach dem Ausscheiden von Andrea Heisel Ende März übergangsweise die Leitung der Mädchengruppe übernahm.

Gerade noch rechtzeitig vor der Einführung strengerer Kontaktbeschränkungen konnten wir am 20. Oktober 2020 unsere Mitgliederversammlung in Präsenzform abhalten. Gemäß der überarbeiteten Satzung wurden alle Ämter des erweiterten Vorstandes für die Dauer von 3 Jahren neu gewählt.


v.l.n.r.: Ulrich Ellwanger (Beirat), Petra Klügl (2.Vorsitzende), Winfried Scheller (Geschäftsführer), Helga Daum (Beirätin), Andrea Heisel (Beirätin), Elke Dietrich (1. Vorsitzende)


In den Monaten September bis November konnten wir in unseren Gruppen, selbstverständlich unter Einhaltung der notwendigen Hygieneregeln, verlässlich mit den Kindern arbeiten. Durch das Sitzen an Einzeltischen haben viele unserer Kinder gelernt, selbstständiger zu arbeiten und sich nicht immer sofort hilfesuchend an die Erwachsenen zu wenden. Wir gingen von Tisch zu Tisch und halfen den Kindern, die Unterstützung brauchten.



Leider endete unsere Betreuung in der Mittelschule Mitte Dezember wegen des verfügten Lockdowns. Wieder konnten wir unseren SchülerInnen nur Hilfe aus der Ferne über Handy, WhatsApp o.ä. anbieten. Diesmal kam auch von Seiten des Bayerischen Innenministeriums, das unsere Arbeit teilfinanziert, ein klares Verbot im Präsenzformat mit den Kindern zu arbeiten.

So musste leider auch unsere traditionelle Mitarbeiter-Adventsfeier ausfallen. Wir ließen es uns aber nicht nehmen, unseren Ehrenamtlichen, wie in jedem Jahr, mit einem kleinen Geschenk zu danken. So entstandenen in der „Weihnachtsbäckerei der Integrationshilfe“ viele Lebkuchenengel, die auch alle ihren Weg in die Häuser unserer MitarbeiterInnen fanden. Wir haben uns bewusst für einen Engel entschieden, denn auch viele unserer ehrenamtlichen Helfer sind für manche unserer Kinder zu unterstützenden Engeln geworden.

Natürlich konnten auch die Gruppenweihnachtsfeiern mit unseren Kindern nicht stattfinden, aber auch sie bekamen einen Weihnachtsgruß. Und jedes Kind war freudig überrascht, als plötzlich seine Gruppenleiterin vor der Tür stand und ihm ein kleines Geschenk übereichte.

Bei unseren Kindern aus der Asylbewerber-Unterkunft waren die Folgen des Homeschoolings sehr deutlich zu spüren. Fehlende Strukturen, mangelnde Kommunikation und das auf sich allein gestellt sein überforderte sie und ihre Familien.

Dankenswerterweise konnten wir diese Kinder in der Grundschule, die ja wegen der Notbetreuung anderer Kinder offen war, fördern. Sie kamen jeden Vormittag, wir starteten mit einem Schnelltest, bearbeiteten dann die gestellten Aufgaben mit ihnen, übten lesen und anderes. So taten wir, was uns möglich war, um sie in dieser schwierigen Zeit zu begleiten.

Endlich! Ab 22. Februar war ein Arbeiten in unseren vier Gruppen in der Mittelschule wieder möglich. Aufgrund der zu dieser Zeit geltenden Kontaktbeschränkungen entschieden wir uns jedoch dafür, dass nur die Hauptamtlichen und die PraktikantInnen die Kinder betreuen sollten. Unsere Ehrenamtlichen mussten sich wieder einmal gedulden, bis sich die Situation entspannen würde.

Leider verließ uns Ende März Andrea Heisel, die Leiterin der Mädchengruppe. Für die Neubesetzung der Stelle gewannen wir etwas Zeit, weil Selina Rieger, die ja schon eine Weile ehrenamtlich mitarbeitete, die Leitung der Gruppe bis Ende des Schuljahres übernahm.

Ehrenamtliche sind wieder dabei

Nach den Pfingstferien war endlich eine Mitarbeit unserer Ehrenamtlichen wieder möglich, Bedingung war allerdings die Bereitschaft zu einem Schnelltest. Diejenigen, deren zweite Covid-19 Impfung schon mehr als zwei Wochen zurücklag, waren davon befreit. So stiegen gegen Ende des Schuljahres einige Ehrenamtliche wieder in die Arbeit ein.

Als Ulrike Hutter, die Leiterin der Bubengruppe, leider zum Schuljahresende kündigte, sahen wir uns vor eine neue Herausforderung gestellt. Wie sollte es im kommenden Schuljahr weitergehen? Trotz einer Anzeigenkampagne war es uns bisher nicht gelungen eine neue Gruppenleitung für die Mädchengruppe zu finden – und nun waren zwei Stellen vakant.

Neues Konzept für die Gruppenleitung

Dieses Thema beschäftigte uns natürlich auch im erweiterten Vorstand. Wir waren während des Schuljahres alle zwei Monate zu virtuellen Besprechungen zusammengekommen. Für die Entwicklung neuer konzeptioneller Ideen wollten wir uns Zeit nehmen, so trafen wir uns erstmals in einer erweiterten Runde und tauschten Ideen und Möglichkeiten für die zukünftige Betreuung aus. Getreu dem Motto: „Jede Krise trägt auch immer die Chance einer Weiterentwicklung in sich,“ werden wir uns wohl von dem bisherigen Konzept der hauptamtlichen Gruppenleitung verabschieden müssen. Viele Ehrenamtliche sind bereit im Rahmen ihrer zeitlichen und kräftemäßigen Möglichkeiten mitzuhelfen, damit die Arbeit in den Gruppen weitergehen kann. Eine von ihnen hat sich jetzt schon bereit erklärt an zwei Nachmittagen zu kommen und Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen. Im Moment stehen 16 Kinder auf unserer Warteliste, der Bedarf ist also ungebrochen. Wir sind gespannt, wie sich alles entwickeln wird und gleichzeitig zuversichtlich, dass es gut weitergeht.




Ende Juli luden wir nach längerer Zeit endlich wieder zu unserem traditionellen Jahresabschluss-Kaffeetrinken der MitarbeiterInnen in die Schule ein. Groß war die Wiedersehensfreude und es gab viel zu erzählen. Ulrike Hutter lud alle zu einem Sektumtrunk ein und wir verabschiedeten sie und wünschten ihr für ihre weitere Zukunft alles Gute!



Ein besonderes Highlight war der Jahresausflug gemeinsam mit unseren Kindern, der im letzten Jahr leider wegen der Pandemie ausfallen musste. Wir wanderten zu einem Gilchinger Bauernhof und erlebten einen ereignisreichen und für uns alle beeindruckenden Nachmittag. Petrus war gnädig und so erreichten wir gemeinsam mit den ersten Regentropfen wieder die Schule.

Zum Schluss möchte ich es nicht versäumen all denen zu danken, die uns auch in diesen pandemiegeprägten Zeiten auf vielfältige Weise in unserer Arbeit unterstützen:

  • unseren haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen
  • der Gemeinde Gilching
  • dem Bayerischen InnenministeriumRektorin der Mittelschule, Frau Barta, und ihrem Kollegium
  • den Lehrkräften unserer Kinder
  • der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde
  • allen Fördermitgliedern
  • allen SpenderInnen


Elke Dietrich





Weiter zu: Unser Jahresausflug

Weiter zu: Unser Jubiläum

Home | Unser Ziel | Was wir tun | Was Sie tun können | Aktuelles | Unser Schuljahr | Statistik | Unser Verein | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü